Zum ersten Mal seit 43 Jahren streifen wieder Nashörner durch das Kidepo Valley im Nordosten des Landes. Am 17. März trafen die ersten zwei Südlichen Breitmaulnashörner im Nationalpark ein, zwei weitere folgten am 19. März. Insgesamt sollen in dieser ersten Phase acht Tiere umgesiedelt werden.
Die Nashörner kamen aus dem Ziwa Rhino Sanctuary, einer privaten Zuchtstation in Zentraluganda, die seit 2005 an der Wiederherstellung der Art arbeitet. Der Transport über mehr als 400 Kilometer erforderte Tierärzte, schwere Transportkisten und eine Kette von Helfern entlang der Strecke. Im Kidepo Valley waren zuvor Zäune errichtet, Ranger-Unterkünfte gebaut, Wasserquellen angelegt und Überwachungssysteme installiert worden.
Das letzte Nashorn im Park war 1983 gesichtet worden. Wilderei hatte die Population während der politischen Instabilität der 1970er und 1980er Jahre vollständig ausgelöscht. Seitdem war Kidepo zwar eines der unberührtesten Savannengebiete Afrikas, aber ohne eines seiner prägenden Tiere.
Die Gemeinden in der Umgebung des Parks haben die Rückkehr begrüßt. Ein Bewohner, dessen Vater als Ranger im Park gearbeitet hatte, erzählte, sein Großvater habe ihm von den Nashörnern berichtet, die früher dort lebten. Er sagt, die Tiere bringen mehr Besucher, und mehr Besucher bringen Einkommen in die Region.
Die Gesamtpopulation in Uganda ist inzwischen auf 61 Nashörner gewachsen. Weitere Umsiedlungen nach Kidepo sind für den Rest des Jahres geplant, darunter auch Tiere aus Kenia.